faux pas – das Ensemble

Das Tango-Sextett faux pas (heute zu hören als Quintett) wurde 1998 von der Schweizer Akkordeonistin und Bandoneonistin Marlène Clément gegründet. Mit Virtuosität und Leidenschaft präsentiert faux pas den Tango in seinen vielfältigen Facetten, Emotionen und Extremen. Bekannte Klassiker des Tango Argentino und Tango Nuevo werden kombiniert mit zeitgenössischen Tangos, Neukompositionen, selten gespielten Stücken und originellen Kuriositäten.

Das Ensemble tritt sowohl in Deutschland als auch im Ausland auf bei abendfüllenden Konzerten und Tanzveranstaltungen (Milongas), und geht auch gerne neue Wege mit besonderen Formaten wie Chorkonzerten, Lesungen oder Gottesdiensten mit Tango-Musik, für die das Ensemble mit unterschiedlichen Partnern kooperiert.

Das Sextett hat vier CDs eingespielt und arbeitet regelmäßig mit anderen Künstlern wie dem Sänger Mario Pinnola und dem Komponisten Martín Palmeri zusammen.

Konzertreisen unternahm faux pas u. a. nach Italien, Russland, Ägypten und zweimal nach China, wo sich die Musiker für den Kulturaustausch mit der niedersächsischen Partnerprovinz Anhui engagierten. Im Herbst 2013 reiste faux pas erstmals nach Buenos Aires – und sorgte auch in der Heimat des Tangos für Begeisterung.

Besetzung
Michael Fanger – Gesang
Marlène Clément – Bandoneon
Katharina Pfänder – Violine
Maren Kallenberg – Klavier
Udo Betz - Kontrabass

Ansgar Kreutz a.G. - Orgel


… Tango – das ist der „traurige Gedanke, den man tanzen kann“ (Enrique Santos Discépolo). Tango ist auch Musik, die wie kaum eine andere in extreme Gefühlswelten entführt, Geschichten von Lebensfreude und Melancholie, Hoffnung und Verzweiflung, Zärtlichkeit und Wut bis hin zum Wahnsinn erzählt, mit Texten zwischen Straßenslang und Poesie.
Im Tango vereinen sich die Musiktraditionen der europäischen Auswanderer des 19. Jahrhunderts, die auf der Suche nach einem besseren Leben und einer neuen Heimat in den Hafenvierteln von Buenos Aires gestrandet waren, mit Rhythmen aus Afrika und Kuba. Später nimmt der Tango Nuevo von Astor Piazzolla und seinen Nachfolgern auch Jazz, avantgardistische Konzertmusik, Chanson und Popsong auf; er tanzt übermütig, er schmeichelt und schimpft, zelebriert den Tod und das Leben, beklagt soziale Missstände und die eigene Einsamkeit, verzehrt sich nach einer ersehnten oder verlorenen Liebe – und setzt alldem ein großes, stolzes „Trotzdem!“ entgegen.